Titel Offenes Treffen; Vortrag Weltweite Kommunikation ohne Grenzen und Provider entfällt
Referent Lars DC4LW (http://dc4lw.de)
Termin 2016/04/25 - 2016/04/25
Ort CCCB, Marienstraße 11, 10117 Berlin
Sprache Deutsch
Streaming Nein
Aufzeichnung Nein
Video

Beschreibung

Das Treffen findet statt, aber der geplante Vortrag entfällt aufgrund von Krankheit und wird zu einem späteren Termin nachgeholt.

Weltweite Kommunikation ohne Grenzen und Provider! Das hundert Jahre alte Hobby erlebt einen neuen Aufschwung. Immer mehr technikbegeisterte Menschen steigen in den Amateurfunk ein. Dabei geht es um die Technik an sich, die Kenntnisse über Frequenzen, den Selbstbau von Funkstationen und die Überwindung von Sprachbarrieren durch weltweit etablierte Standards. Ein schneller Rundumschlag zum Thema Amateurfunk und seiner Begeisterung bei Funkamateuren.

Die Technologie der drahtlosen Kommunikation ist erst vor 120 Jahren entwickelt worden. In einer Sternstunde der internationalen Zusammenarbeit vieler Staaten wurden bereits im beginnenden 20. Jahrhundert die Grundlagen zur Nutzung von Frequenzen geregelt. Seitdem dürfen auch private Funkstationen Signale empfangen und aussenden – die Geburtsstunde des Amateurfunks. Dieses Hobby brachte viele Bastler dazu, selbst Funkgeräte und Antennen zu bauen oder neue Technologien zu ent. Durch Mobiltelefonie und Internet ist die Begeisterung stark zurückgegangen, jedoch lässt sich in den vergangenen Jahren ein neuer Aufschwung nachvollziehen.

Amateurfunk bietet eine weitestgehende Freiheit. Wer nach Ablegen einer Prüfung am Amateurfunkdienst teilnehmen darf, kann selbst eine Station zusammenbauen und betreiben. Insbesondere Maker haben ein großes Interesse daran, sich in dem Thema zu vertiefen, um zu verstehen, wie Sender und Empfänger funktionieren. Selbst mit einfachen Mitteln lassen sich Antennen zusammenbauen, mit denen mit anderen Menschen überall auf der Erde und im Weltall in Kontakt getreten werden kann. Wer träumte schon immer davon mit einem Kosmonauten auf der ISS zu sprechen?

Die Signale werden von der eigenen Antenne ausgesendet. Diese werden nicht an Ländergrenzen aufgehalten. Auch Provider sind nicht notwendig. Es gibt jedoch eine Grundbedingung im Amateurfunk – das ist die offene Sprache. Es ist also von vornherein klar, dass alle zuhören können.

Zum reibungslosen Ablauf der Kommunikation wurden Standards entwickelt, an die sich Funkamateure halten. Und selbst wenn zwei Kommunikationspartner nicht dieselbe Sprache sprechen, können sie mit diversen Abkürzungen und Konventionen ein Gespräch durchführen. Die Welt rückt somit ein ganzes Stück näher zur Antenne im eigenen Garten.

Der Vortrag wird als Vorbereitung zur re:publica in der darauf folgenden Woche gehalten. Kritik und Vorschläge sind gerne Willkommen!