• 17:32 Ich betrete das Wahllokal Carl-Orff-Str. 23, stelle mich als Wahlbeobachter vor.
  • Ich setze mich und beobachte die Wahl. Nach etwa 2 Minuten frage ich nach dem Thermoausdruck. Man ist sich unsicher, sagt mir, dieser sei im Wahlcomputer. Ich könne ihn daher erst später sehen.
  • Ich gebe mich damit zufrieden, beobachte weiter den Whalvorgang.
  • 17:36 Zwei Kinder im Alter von etwa 5 Jahren fangen an hinter dem Wahlcomputer zu spielen.
  • 17:37 Eine Wählerin hat offensichtlich Probleme mit dem Wählen. Nach etwa 3 Minuten hilft ihr eine Wahlhelferin tätlich.
  • 17:40 Ich beginne eine Statistik zu führen. Siehe: Statistik Wahlcomputer Kommunalwahl Teltow Carl-Orff 28.09.2008 (Die Ereignisse diesen Zeitraumes sind in der Statistik vermerkt.)
  • 18:00 Der Wahlvorstand teilt mir mit, das bis jetzt über 600 Wähler gewählt haben. Das Wahllokal wird geschlossen.
  • 18:10 Die letzten, bereits vor 18:00 im Gebäude anwesenden Wähler, haben ihre Stimme abgegeben.
  • 18:11 Ich muss den Raum verlassen, da sich der Wahlvorstand über das weitere Vorgehen besprechen will. Ich darf im Vorraum warten und tue dies.
  • 18:12 Ein weiterer Wahlbeobachter trifft ein.
  • 18:17 Wir dürfen den Raum wieder betreten. Der Wahlcomputer scheint unberührt.
  • 18:18 Die Abdeckung auf der Rückseite des Computers wird geöffnet. Wie versprochen befindet sich dort der Thermoausdruck.
  • 18:19 Ich photographiere den Thermoausdruck auf einem Nebentisch.
  • Als ich mich wieder zu den Wahlhelfern und dem Computer hinwende, steckt der Wahlvorstand gerade beide Schlüssel in die Kontrolleinheit. Da ich es nicht gesehen habe, frage ich, wer die Schlüssel verwahrt hat. Man beteuert zwei unterschiedliche Wahlhelferinnen hätten je einen Schlüssel verwahrt.
  • Der Wahlvorstand dreht die Schlüssel um, druckt eine Taste und dreht gleichzeitig einen der Schlüssel. Er sagt, das Display der Kontrolleinheit zeige „richtig“.
  • Eine Klappe neben dem Display des Wahlcomputers wird geöffnet, darunter liegt ein Tastenfeld.
  • Ein Wahlhelfer drückt zweimalig „A“ für „Ergebnis per Drucker“.
  • 18:21 Es erscheint die Meldung
 Drucker ohne Papier oder Schalter umsetzen
 C weiter
 D stoppen
  • Man wundert sich. Papier sei schließlich am Morgen eingesetzt worden.
  • 18:23 Der Wahlvorstand findet den Schalter, legt ihn um, der Drucker druckt.
  • Der Drucker hört auf zu drucken, das Display des Computers zeigt
 Ergebnis per Drucker
 Ergebnis per Display
  • Der Wahlvorsteher entscheidet, dass der Druck vorbei sein müsse, da unten auf dem Ausdruck ein Feld zur Unterschrift sichtbar ist.
  • Das Speichermodul wird entnommen. Die Schlüssel werden an einem Kabel im Computerkoffer befestigt.
  • Das Speichermodul wird in einen einfachen Din-Lang Umschlag gelegt. Dieser wird zugeklebt. Man sucht dass für den Brief vorgesehene Siegel. Man findet einen weißen Papierschnipsel mit einer aufgeschriebenen „2“. Diesen hält man für das Siegel. Dem Wahlvorstnad ist unklar, wie das vermeidliche Siegel zu befestigen ist. Der Wahlvorsteher leckt das Papier an, versucht es auf den Brief zu kleben. Dies gelingt nicht.
  • Die Kontrolleinheit wird abgebaut, im Koffer untergebracht.
  • Der Wahlvorsteher ruft Frau Engel, die stellvertretende Wahlleiterin an. Er fragt, wo das Siegel zu finden sei. Er legt auf, sagt sie meine, das Siegel liege im Umschlag.
  • Der Umschlag wird daher geöffnet. Eine Wahlhelferin entnimmt das Siegel.
  • 18:33 Der Umschlag wird erneut verschlossen, das Siegel aufgebracht.