K (Terror ist Risiko, keine Gefahr)
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ohne hin, wir haben ja eine sendung, die so ein bischen im titel uns suggeriert, es gaebe einen gegensatz zwischen freiheit und sicherheit. diesen gegensatz sehe ich nicht.
 
ohne hin, wir haben ja eine sendung, die so ein bischen im titel uns suggeriert, es gaebe einen gegensatz zwischen freiheit und sicherheit. diesen gegensatz sehe ich nicht.
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sc. ohne hin, wir haben ja eine sendung, die so ein bischen im titel uns suggeriert, es gaebe einen gegensatz zwischen freiheit und sicherheit. diesen gegensatz sehe ich gar nicht. sondern zunaechst mal ist die vorraussatzung fuer freiheit, sicherheit. sonst geht es nicht. das hat schon humbold gesagt, das hab ich schon so oft zitiert, dass ich es selber fast nicht mehr hoeren kann. also der wilhelm von humbold war ja nun wahrlich kein staatsfetischist. alles andere, nich? der war eher abgeneigt gegenueber dem staat zu viel kompetenz zu geben. aber er hat gesagt: in der kern verantwortung des staates liegt es  die sicherheit der buergerinnen und buerger zu gewaehrleisten. denn sonst koennen die nicht frei sein. wenn ich ein freier mensch sein will, dann muss ich frei von bedrohung durch terrorismus oder organisierte kriminalitaet oder normale kriminalitaet, wenn man die als normal bezeichnen kann,  wer vom tode bedroht ist, wer erpresst wird, wessen eigentum bedroht wird, der ist nicht frei. also lassen wir doch diesen ... es gibt keinen echten widerspruch  ... wir muessen natuerlich aufpassen, dass die sicherheitsvorkehrungen, die der staat  trifft nicht ein maß erreichen, wo es sozusagen ein uebermaß wird und das wird dann einen bringen zu der frage der verhaeltnismaessigkeit und der frage sozusagen der gestaltung. aber diesen grundsaetzlichen gegensatz zwischen  sicherheit und freiheit, den sehe ich nicht. es gibt naemlich auch ein buergerrecht auf sicherheit. darauf haben die menschen auch  selbstverstaendlich einen anspruch, dass das staat dafuer sorgt, dass sie sicher und in frieden leben koennen (applaus)
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=== Zu viel Sicherheit wird zu unsicherheit ===
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me. da muss man auch schauen, wer nimmt fuer sich in anspruch zu bestimmen wie weit diese sicherheit gehen darf. und dort beginnt die kontrolle derjenigen, die  das tun. z.b. der innenminister oder  in einem ... system, in einer demokratie und da finde ich schon - sie haben gesagt es darf nicht ein uebermass geben, ich sags noch deutlicher: zu viel sicherheit kann in eine unsicherheit des buergers umkippen. der buerger kann unsicher werden ggue dem staat. der wird ploetzlich derart massiv.
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sc. da stimme ich ihnen sogar zu, herr meyer. und zwar, wenn wir heute ...
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me. das diskutieren wir ja jetzt.
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sc. wenn wir heute den aussnahmezustand verhaengen wuerden - haben wir ja nicht, wir sind nicht in einem ausnahmezusatand - , ich uebrigens dagegen, dass wir die innerstaatliche bekaempfung des terrorismus militarisieren. da treffen wir uns ja vielleicht. aber wenn sie zum teil sehen, wie die menschen befuerchtungen ausstreuen, darueber wie ... mal ein simples beispiel: die speicherung von telefondaten.
  
 
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Version vom 1. Oktober 2007, 15:26 Uhr

Hier entsteht das Transskript der Ausgabe des Philosophischen Quartetts (ZDF) vom 1. Oktober 2007. Zu Gast war u.a. Otto Schily.

Bitte helft Tipp- und Rechtschreibfehler zu korrigieren. Das Transkript wird fortwährend verlängert, der Anfang kommt nach.


(Es handelt sich hierbei noch nicht um sowas wie ein Zitat, da noch alles im Arbeitsstadium ist und etwa nicht alle Stichworte (korrekt) zugordnet sind. Hilf mit, geht schneller.)

Ab Minute 8 oder so (Bitte diese Unterabschnitte korrigieren!)

  • sc.: Otto Schily
  • sl.: Peter Sloterdijk
  • me.: Frank A. Meyer
  • sf.: Rüdiger Safranski

Bitte korrigiert alles - aber nicht den Satzbau und die Formulierungen. Das kommt in die v2.0

Also:

  • Interpunktion, Absaetze.
  • Tipp- und Rechtschreibfehler
  • Gross- und Kleinschreibung.

Hat wer nen Mitschnitt online?

Einstieg

Sc.: ... müssen sorgfältig ??wägen??. Wir haben immer eine Stufung gehabt. Wir haben immer gesagt, es gibt Erkenntnisse, die sind für die Sicherheitsbehörden notwendig, und müssen auch dort bei den Sicherheitsbehörden hinterlegt sein, damit sie darauf regieren können. Dann gibt es Erkenntnisse der Gefahrenbeurteilung, der Gefahrenanalysen, die sind für eine bestimmte Branche von Bedeutung. Wir hatten mal eine Drohung, die sehr konkret war fuer den Fährverkehr. Da haben wir die Fährunternehmen informiert. Und da[nn??] gibt es auch Erkenntnisse, die muss man der Öffentlichkeit mitteilen. Also ich glaube, diese Stufung ist wichtig, weil man immer sich die Fragen stellen muss, macht eine Warnung oder Aussage Sinn, und wie können die Menschen darauf reagieren oder wie nicht reagieren.

Sl.: Bei dieser Zuspitzung über die Herr G... eben den Satz des Innenministers zitiert hat, wäre das ja ein klassisches Beispiel für das, was [man] in der systemischen Therapie eine schizophrene Äußerung nennt, die von dem Typus ist: "Verdammt, aber sei doch mal spontan" oder "Wenn du nicht spontan bist, kriegst du eine Ohrfeige und wenn ihr euch nicht [???]"

Schily: Dilemma des Innenministers

sc.: Herr Sloterdijk, wenn ich sie mal unterbrechen darf, sehen sie mal, sie müssen das Dilemma auch sehen in der Politik. Auch wer so ein verantwortliches Amt hat, wie Herr Schäuble [es] jetzt hat ... ja, ich will Ihnen ja nur grad' sagen: das Dilemma besteht darin; sagt er nichts, also behält er seine Erkenntnise für sich, dann wird man später sagen, "Du hättest uns ja warnen müssen,", ja? [Und] wenn er eine Aussage macht, dann kriegt er den Vorwurf, [es] ist Panikmache.

Also man muss auch die Schwierigkeiten sehen, in denen man sich befinden, wenn man ein solches Amt wahrnimmt.

Allgemeine Theorie des Innenministers

.? Wir wollen ja, wenn man ihre Funktion wahrnimmt, um von ihrer Anwesenheit zu profitieren, um so etwas wie eine allgemeine Theorie des Innenministers hier zu entwickeln.

sc. Soweit gehe ich nicht. Ich bin ein mann der Praxis und sie sind ein Mann der Theorie.

Schweiz - Zauberberg der Demokratie?

Sl.: Herr Meyer, wenn Sie sozusagen von diesem schweizer Zauberberg der Demokratie hinunterschauen in das deutsche Flachland ... in diese Niederungen der westlichen Demokratie: Wohin treibt die Bundesrepublik, wohin sind die westlichen Demokratien insgesamt unterwegs? Kann man das mit einem kurzem Statement umreißen?

Me.: Ja, ich glaube, ich kann anknüpfen bei dem, was Schäuble gesagt hat und seinen Vorgänger in Schutz genommen hat, Herrn Schily, das verstehe ich ja auch, aber im Grunde genommen muss man sich ja fragen, cui bono bei dieser Aussage, die Aussage ist uralt, das weiss man, die Aussage ist irgendwie, kommen sie an dieses schmutzige Material und können was machen. Die Aussage hat ein Ziel, [nämlich] Politik damit zu machen. Und damit bin ich bei Ihrer Frage, Herr Sloterdijk, es wird Politik mit Angst gemacht. Die Angst wird zu einem Instrument in der Demokratie. Das ist eigentlich neu. Das ist eigentlich neu, weil Angst war immer ein Instrument in autoritären Systemen. Neuerdings wird Angst allerdings ein Instrument in der Demokratie. Ein Kontaminisierungsinstrument, mit dem ich dann sage, ich bin trotzdem gegen gewisse Gesetzesveränderungen, ich bin trotz dieser aussage von Herrn Schäuble gegen Einschränkungen des Freiheitsbereiches. Dann bin ich im Vorraus erstmal Mitschuldiger, wenn was passiert.

Das ist eine ganz große psychologische Problematik, die wir heute in der offenen Gesellschaft haben. Ich kann das so sagen, nicht weil wir Schweizer das so - wunderbar gesagt, find ich ja toll, fühl ich mich geschmeichelt, von diesem Berg, dem Jerusalem der Demokratie - so ist es ja nicht. Aber wir sind nicht so alarmistisch. Das kann ich für uns in Anspruch nehmen. Wir sind nicht alarmistisch, irgendwo republikanisch sachlicher. Und mir fällt das auf. Nicht nur für Deutschland. Das will ich gar nicht ... sondern auch allgemein für ..., England können sie ja nehmen, ja. Das ist ja Hysterie da mit der Überwachung. Das ist Politik mit der Angst.

Videoüberwachung

Sl.: Großbritannien ist ja mittlerweile übersäht mit 4,5 Millionen Überwachungskameras, die praktisch jeden Schritt eines Bürgers im öffentlichem Raum einfangen. Das hat es in der Geschichte politischer Systeme noch nie gegeben. Die gute Nachricht dabei ist: Es gibt nicht genug Personal, um die Bilder der Überwachungskameras auszuwerten, denn man bräuchte vier Millionen Beamte, um die hinter die Kameras zu setzen. Neun von zehn dieser Systeme laufen [leer?] und es gibt deswegen immerhin doch noch mehr Freiheiten als man gemeinhin annimmt. Aber was ist das für eine ... Sie sagen man macht Politik mit der Angst ...?

Me.: Ich glaube, dass wir in einer verunsicherten Situation leben. Und da[s] entdeckt natürlich jemand, der Politik machen will. Es sind in der Regel populistische Bewegungen, was ich aber .... nicht unterstelle. Es sind in der Regel populistische Bewegungen. Das ist ja ganz klar. Bei uns ja ganz stark. Nur ergreift es nicht die Mehrheit von 75%. Wir haben eine populistische Partei mit 25%. ... das ist schon ein Instrument.

Sc.: Ich glaube nicht, Herr Meyer, dass man Politik mit der Angst macht. Der Terrorismus ist eine reale Gefahr. Also, wenn Sie das sagen, dann ist Politik mit der Angst mit dem Hinweis auf Madrid oder London, auf vieles andere, auf Bali, auf Dscherba. Ich kann Ihnen die blutige Kette hier aufzählen. Das ist eine sehr reale Gefahr. Der 11. September ist nun wirklich noch in unser aller Gedächtnis. Und wenn man ein Amt innehat, wie das des Bundesinnenministers, oder wenn man Ämter zu versehen hat, wie die der Sicherheitsbehörden, dann muss man sich die Frage stellen, wie kann ich solche Ereignisse verhindern? Und dann können wir voller Stolz sein, es ist uns gelungen in den zurückliegenden Jahren, auch vor dem 11. September und nach dem 11. September, alle Planungen von terroristischen Aktionen, die auf deutschen Boden stattfinden sollten, zu verhindern. Und das kommt nicht von ungefähr. Das hat was damit zu tun, dass man Videoüberwachung einsetzt - was ist daran schlimm? Wir haben diese Kofferattentäter, die diese Koffer auf die Bahnhofsbahnsteige gestellt haben, über Videoüberwachung dann später identifizieren können. Wir haben über die Videoüberwachung erhebliche Erkenntnisse gewinnen können - da bin [ich?] also vorsichtig. Und die Bürgerinnen und Bürger haben Anspruch darauf, dass der Staat sich um ihre Sicherheit kümmert. Und da haben die Terroristen --

Me.: Aber das habe ich doch gar nicht bestritten ... doch, und "Politik mit der Angst", das ist so eine polemische Zuspitzung, und mit der Angst, hier: Videoüberwachung, [das] ist was ganz furchtbares.

Sc.: Nein! die Videoüberwachung ist heute notwendig. Ich bin nicht dafür, dass wir flächendeckend Videoüberwachung zulässig machen lassen. Aber an bestimmten Brennpunkten ist Videoüberwachung sehr vernünftig. Wir können überall Polizeibeamte hinstellen. Nur so viele Polizeibeamte ... niemand würde sich darüber aufregen.

Me.: Darf ich eine kleine Antwort geben?

Sc.: Bitteschön!

Politikstil

Me.: Ich hab nicht gesagt, dass die Politik, die gemacht wird, um diese Dinge zu verhindern, - ich bestreite natürlich gewisse Dinge. Sie waren im Unterschied zu Schäuble kein geschwätziger Innenminister, sondern ein sehr schweigsamer. Mir geht es darum, dass Politik gemacht wird, indem man diese Dinge in der Öffentlichkeit auswalzt, eine Rhetorik entwickelt. Ist ja voellig überflüssig. Wir wissen doch von Bali, wir wissen doch [von] Spanien, wir kennen diese Dinge. Es geht um das Instrument der Rhetorik.

Sc.: Ich bin von der Presse genauso gefragt worden wie Herr Schäuble, wie ich die Gefahr beurteile, und ich hab drüber Auskunft gegeben, wie ich die Gefahrenlage bewerte. Das ist ... das muss ein Innenminister, ob er immer etwas zu sagen hat, zu einem Thema, das muss jeder jeweils selber beurteilen.

Terror ist Risiko, keine Gefahr

Sl.: [Ich möchte] bei dem Begriff "reale Gefahr" einhaken. Denn ich glaube, dass wir da auf so ein philosphisch interessantes Gebiet kommen. Denn, wenn wir über die Terminologie der Gefahr sprechen, sprechen wir eine menschliche Ebene an, auf der tatsächlich Angst die Antwort ist. Der Terrorismus ist aber gar keine Gefahr, sondern ein Risiko.

Sc.: Keine Gefahr?

Sl.: Der Terrorismus ist keine Gefahr. Sondern es ist ein Risiko. Wenn sie einem Terroristen gegenüberstehen, dann sind sie in Gefahr. Weil zum Begriff der Gefahr gehört die reale Gegenwart des Bedrohens. Hier haben wir es mit einem Risiko zu tun - das ist diffus und baut auf ...

Korrektur-Marke

sc. da muss man schon sehr philosophisch sein, wie sie, herr sl., um hier ... (applaus)

sl. (aber) der begriff ... (unterbrechung durch sc.) ... wir muessen aber hier begriffliche ...

sc. fuer mich als praktischer politiker ist das eine ganz reale gefahr, die kann man dann wiederum differenzieren, wir sprechen manchmal von einer abstrakten gefahr wo noch sozusagen die gefahr nicht vor ort ist, noch nicht aktuell ist, wo wir noch keinen plan haben, ja? fuer uns sind personen, die in al qaida lagern ausgebildet werden natuerlich erstmal nur eine abstrakte gefahr, aber sie koennen zu einer sehr realen gefahr werden, wenn sie eine konkrete planung haben. trotzdem bin ich dafuer, dass wa auch denen auf die finger hauen, die sich dort ausbilden lassen und nicht erst warten bis sie einen konkreten plan fassen. aber das ist nur meine persoenliche auffassung dazu, aber wir koennen doch nicht sagen das ist ein risiko das kann ich doch nicht beurteilen und mich versichern dagegen und sehen, ob ich mich versichere dagegen oder nicht.

wahrscheinlichkeiten

sl. aber es ist doch so, dass wir - um einfach den risikoapsekt ggue. den gefahrenaspekt nochmal deutlich zu machen - ein risiko ist also eine wahrscheinlichkeit eines unfalls oder eines scheiterns, dass sich mit einem zahlenausdruck beschreiben laesst.

sc. ja, die versicherungen machen solche kalkulationen.

sl. ja, die versicherungen machen eoetwas. und die wahrscheinlichkeit einem terroristischen anschlag zum opfer zu fallen ist um den faktor tausend oder zehntausend geringer, als die wahrscheinlichkeit dass sie eines morgens in einem zustand geistiger desorganisation mit beiden beinen in ein hosenbein steigen, umfallen und nach drei tagen kann der arzt nur das ableben des patienten feststellen. (sc. als, das is ...) das ist risikoanlyse dessen, was in der terminilogie, in der sprachform der gefahr, als etwas dargestellt wird, was tausendmal, millionenmal groesser ist, als es ist. darf ich ihnen ein anderes beispiel geben. als in der zeit nach dem 11. september in den usa zahllose menschen von dem flugzeug aufs auto umgestiegen sind, sind in den naechsten zwei jahren so viel mehr menschen auf den straßen verunglueckt, als in den jahren zuvor.

sc. ja, von den zahlenverhaeltnissen stimmt das ja alles. wenn sie die zahl der morde in deutschland vergleichen mit der zahl der toedlichen verkehrsunfaelle, kommen sie auf gleiche zahlen. nur: sie werden dochwohl einem innenminsiter abnehmen, dass wenn er sagt ich werde selbstverstaendlich dafuer sorgen, dass moeglichst jeder mord aufgeklaert und noch viel mehr moeglichst morde verhindert werden. und das kann er nicht sagen; dass wenn wir einen toedlichen verkehrsunfall uns auszusetzen, dass wenn wir autobahn fahren, dann koenen wir uns nicht sagen: das andere ist uns jetzt nicht so wichtig, dass koennen wir nicht machen und da ist die persoenliche freiheit dann irgendwie betroffen. (kurzer applaus)

freiheit und sicherheit

ohne hin, wir haben ja eine sendung, die so ein bischen im titel uns suggeriert, es gaebe einen gegensatz zwischen freiheit und sicherheit. diesen gegensatz sehe ich nicht.

sc. ohne hin, wir haben ja eine sendung, die so ein bischen im titel uns suggeriert, es gaebe einen gegensatz zwischen freiheit und sicherheit. diesen gegensatz sehe ich gar nicht. sondern zunaechst mal ist die vorraussatzung fuer freiheit, sicherheit. sonst geht es nicht. das hat schon humbold gesagt, das hab ich schon so oft zitiert, dass ich es selber fast nicht mehr hoeren kann. also der wilhelm von humbold war ja nun wahrlich kein staatsfetischist. alles andere, nich? der war eher abgeneigt gegenueber dem staat zu viel kompetenz zu geben. aber er hat gesagt: in der kern verantwortung des staates liegt es die sicherheit der buergerinnen und buerger zu gewaehrleisten. denn sonst koennen die nicht frei sein. wenn ich ein freier mensch sein will, dann muss ich frei von bedrohung durch terrorismus oder organisierte kriminalitaet oder normale kriminalitaet, wenn man die als normal bezeichnen kann, wer vom tode bedroht ist, wer erpresst wird, wessen eigentum bedroht wird, der ist nicht frei. also lassen wir doch diesen ... es gibt keinen echten widerspruch ... wir muessen natuerlich aufpassen, dass die sicherheitsvorkehrungen, die der staat trifft nicht ein maß erreichen, wo es sozusagen ein uebermaß wird und das wird dann einen bringen zu der frage der verhaeltnismaessigkeit und der frage sozusagen der gestaltung. aber diesen grundsaetzlichen gegensatz zwischen sicherheit und freiheit, den sehe ich nicht. es gibt naemlich auch ein buergerrecht auf sicherheit. darauf haben die menschen auch selbstverstaendlich einen anspruch, dass das staat dafuer sorgt, dass sie sicher und in frieden leben koennen (applaus)

Zu viel Sicherheit wird zu unsicherheit

me. da muss man auch schauen, wer nimmt fuer sich in anspruch zu bestimmen wie weit diese sicherheit gehen darf. und dort beginnt die kontrolle derjenigen, die das tun. z.b. der innenminister oder in einem ... system, in einer demokratie und da finde ich schon - sie haben gesagt es darf nicht ein uebermass geben, ich sags noch deutlicher: zu viel sicherheit kann in eine unsicherheit des buergers umkippen. der buerger kann unsicher werden ggue dem staat. der wird ploetzlich derart massiv.

sc. da stimme ich ihnen sogar zu, herr meyer. und zwar, wenn wir heute ... me. das diskutieren wir ja jetzt. sc. wenn wir heute den aussnahmezustand verhaengen wuerden - haben wir ja nicht, wir sind nicht in einem ausnahmezusatand - , ich uebrigens dagegen, dass wir die innerstaatliche bekaempfung des terrorismus militarisieren. da treffen wir uns ja vielleicht. aber wenn sie zum teil sehen, wie die menschen befuerchtungen ausstreuen, darueber wie ... mal ein simples beispiel: die speicherung von telefondaten.

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notizen

keine freiheit ohne sicherheit (wetter keine sicherheit ohne freiheit?)

nicht: f und nicht sicherheit zu viel sicherheit -> zu wenig freiheit ggue staat

schily? polizisten statt kameras geht auch

slotter: terroranschlag, hosenbein. autounfaelle nach 11.9.

terrorismus

hyserisierende medien

wetter: berichterstattung so abstrakt wie gefahr

bedrohungsmomente

s: d ist sicheres land s: d. is auch zielgebieg s; wo haben wir freiheitsrechte abgebeut?

g8 sl. buerger als risikoquelle, hinter zaeune frueher: heute: alle gefahr geht vom buerger

s. us praesident hat eigene sicherheitsbla s. dann koennen wir sagen: praesident kann nicht zu uns kommen

j. wenn deckel zu gescwheiss, gesell. f=phaenomen sc. keine besondere freiheitheiseinschraenkung sc. durch zaun viell was verhindert j. je mehr tun, desto mehr evtl verhindert j. kampfflugzeuge fuer camps absrud

saf.

sc. nicht "die politiker" sagen sc. versch. wahrnehmung von aengste sc. staat muss fuer sicherheit sorgen sc. zB in ein flugzeug reingehen, kontrolle sl. doch widerstand, da lange schlange

saf.

sc. zeitl. befristung (sunset laws) sc. dezentraler terrorismus, homegrown sc. freiste gesellschaft denn je in .de sc. schengen hat freiheit -> bestimmte kontrollbefugnisse der behoerden, um sicherheit

sl.

j. sc. soll anwalt der beurgersicherheit j. sc war anwalt gegen die staatsmacht sc. ich war fuer rechtstaatliche verfahren j. gegenkraefte setzen sich mit regierung und schaeuble auseinander j. es braucht die offene debatte in sys. der gewaltenteilung j. cicero und bverfg j. geht um diese gegenkraefte - muss vorhanden sein (kraft der fdp fehlt) sc. brauchen kontrolle, gerichtsbarkeit, (rechtsstaat), journalisten nicht ausserhalb der rechtsordnung sc. einem staat zu sagen er sei nur fuer die sicherheit, die rolle nimmt er nicht an sc. selbstredend vertritt der die rechte der einzelnen sc. beste verfassung in der brd, aktuell, art. 1 sc. staat anwalt der freiheit und auch der ... (nicht ausgeredet)

sl. menschen sind mit phil ausruestung nicht in der moderen angekommen. schwingenen, plasma der wirklichkeit, modulieren das reale aus gemengenlage aus stimmungen runter. hirne nicht in moderne angekommen. psyche, unter subkorti, nur gefahr. sl. welt der gefahr oder entwarnung. staat (vertreten durch buergerantwalte) ueberetzt risken ind sprache der gefahr. gefuehlspolitik. sl. 1. summarisch zunehmen hypochondrisiert, massenhaft. sl. 2. hysterisiert, systematisch. sl. 3. permanent schleichend zunehmende paranoidisierung (im verbrecherhirn des andren denken) sl. computerfachmann: nur paranoiker ueberleben. sl. sc. is fuer sein amt paranoid genug sc. ... sc. kein dialog zw. genen, phil muss wissenschaft reflektieren! sl. nein, alarm ja, aber nicht im falschen alarm leben sc. f. sein buch ueber romantik, fazit: phantasie an die macht is fuer den staat nicht so ganz. f. staatl. seits zu viel berdrohungsphantasie an der macht. mehr gelassenheit! f. akzeptiert: es wird immer verruecke geben koennen. wie mit verbrechern, so auch damit. f. staat sollte sicherheit bewusst hysterisierende momente vermeidet (eigeneartige verklammerung politik mit medien, ganz fatal)

...

sc. gelassenheit koennen sie politik nicht absprechen. schorder, aaa in frankfurt, woanders? nein, ins rl zurueck, gefahren ... aussetzten, aber reiner wein! keine zahlen! wirtschaftl., psychl. wirkungen beruecksichtigen, mehr als toetung. sc an sl.: einzelne vorwuerfe treffen zu, zu j?.: ja. ich bin auf ihrer seite, ja, laass und diskutieren,gesellschat und so j.: angst is unserer generation nicht neu, siehe atomkrieg ... j. habe garnicht gesagt "sie bedienen sich" ... .ch ... j. lust am alarmismus, typ. deutsch unterschwellig

sl. these: hoerer bekommt gefuehl, dass es auf diesem gebiet der sicherheit ein weit. auseinadnerklaffen von warhnehmun, grab zw. gefuehlter und statistischer sicherheit sc. alte weisheit

literatur sal? michael hampe. macht des zufalls. kluger umgang mit zufaellen

sl. die teile karriere der illusion. wolfgang sofzki. ...