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* Der Kompetenzbereich "Medien gestalten" erfordert u.a. ästhetisches Empfinden, die Beherrschung von Gestaltungstechniken (media design), aber auch - wie das Medienverständnis - sprachliches, formallogisches und sozialkognitives Regelwissen zur Erzeugung von sinnhaften Aussagen.
 
* Der Kompetenzbereich "Medien gestalten" erfordert u.a. ästhetisches Empfinden, die Beherrschung von Gestaltungstechniken (media design), aber auch - wie das Medienverständnis - sprachliches, formallogisches und sozialkognitives Regelwissen zur Erzeugung von sinnhaften Aussagen.
 
* Der Kompetenzbereich "Medien bewerten" erfordert u.a. normatives Wissen über gesellschaftliche Wertvorstellungen, aber auch sozialkognitive Denkoperationen (i.S. von Selman und Kohlberg)
 
* Der Kompetenzbereich "Medien bewerten" erfordert u.a. normatives Wissen über gesellschaftliche Wertvorstellungen, aber auch sozialkognitive Denkoperationen (i.S. von Selman und Kohlberg)
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==Groeben==
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''Norbert Groeben. Dimensionen der Medienkompetenz. Deskriptvie und normative Aspekte. n: Norbert Groeben, Bettina Hurrelmann (Hg.). Medienkompetenz. Vorraussetzungen, Dimensionen, Funktionen. Weinheim:Juventa, 2002:160-197''
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===Zusammenfassung===
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Konzept Medienkompetenz'''
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Groeben veruscht Medienkompetenz als Begriff mittlerer Reichweite und Abstraktion zu fassen, da zu starke Fokussierung auf Teilaspekte die Übertragbarkeit gefährden und zu starke Abstraktion (Medienkompetenz als Reflexionswissen ''an sich'' für die Empirie unbrauchbar ist. Das Konzept soll nicht nur Kategorien und Unteraspekte beeinhalten, sondern auch eine prozessuale Komponente, wie sie beim Umgang mit Medien zu beobachten ist (Beispiel: Wissen, Verstehen, Beurteilen, Genießen, Handeln - Aufenanger 1996).
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'''Dimensionen der Binnenstruktur des Konzepts'''
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1. Medienwissen/Medienbewusstsein
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* allgemeines Wissen über Medien
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* Funktion, Rahmenbedingungen, Wirkungsweisen
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* Bewusstsein über Medien als Konstrukte, Unterscheidung Realität / Virtualität / Fiktion
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2. Medienspezifische Rezeptionsmuster
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* spezifische kognitive Verarbeitungsprozesse
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**angebunden ans Medium
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***Erwarungshaltungen an das Medium
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****positiv
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3. Medienbezogene Genussfähigkeit
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* generell schlecht untersucht
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* Möglichkeit des genussvollen Erlebens entscheidender Faktor bei Aufrechterhalung der Nediennutzung
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4. Medienbezogene Kritikfähigkeit
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* Inhalt vs. Form
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* Kontextualisierung
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5. Selektion und Kombination von Mediennutzung
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6. (Produktive) Partizipationsmuster
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7. Anschlusskommunikation
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* Austausch / Abgleich
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Normative Begründungs - / Rechtfertigungsperspektive'''
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Hier geht es um den didaktischen Anspruch der Medienpädagogik als ''Erziehungs''wissenschaften. (Überlesen, da anderes Leseinteresse).
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'''Offene Fragen -  Forschungsdesiderate'''
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* Normative Zielsvorstellungen überprüfen
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* Ermittlung von explizitem und implizitem Wissen in Bezug auf die Mediennutzung
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* Vorhandene Erkennstnisse übertragbar von alten auf neue Medien (Rezeption/Kritikfähigkeit)
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* Wie viel Produktionstätigkeit ist für eine erfolgreiche mediale Partizipation notwendig?
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* Ermittlung der Relevanz von Anschlusskommunikation
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===Zitate===
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'''171''' In Bezug auf das Computer-Medium ist die Situation partiell eine andere, weil hier von Anfang an - insbesondere auch für die mit dem Instrument des Computers erreichbaren Domänen der elektronischen Kommunikation wie Unterhaltungen im weitesten Sinne (einschließlich Spiele etc.) - auch eine sehr kulturoptimistische Position als Gegenpol zur traditionell kulturpessimistischen Perspektive vorhanden war.
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Aktuelle Version vom 26. Mai 2005, 13:45 Uhr

Sutter/Charlton

Timmann Sutter / Michael Charlton. Medienkompetenz - einige Anmerkungen zum Kpmetenzbegriff. In: Norbert Groeben, Bettina Hurrelmann (Hg.). Medienkompetenz. Vorraussetzungen, Dimensionen, Funktionen. Weinheim:Juventa, 2002:129-147

Zusammenfassung

Die Autoren zeichnen die Entwicklung des Begriffs "Kompetenz" von der Sprachforschung, der Entwicklungspsychologie bis hin zur Verwendung im sozialwissenschaftlichen Kontext nach. Hierbei beziehen sie sich zunächst auf Chomsky und dessen Unterteilung von Kompetenz (Kenntnis) und Performanz (Gebrauch) sowie seinem Konzept sprachlicher Universalien. Anschließend verweisen sie auf Piagets Modell kognitiver Entwicklungsstufen, das einerseits konstruktivistische (Auseinandersetzung mit der Umwelt) Züge enthält, zum anderen aber statisch in der Abfolge der Entwicklungsstufen bleibt. Abschließend verweisen sie auf Habermas, für den Kompetenzen in sozialer Interaktion erworben werden. Hieraus folgernd lassen sich Entwicklungen aus Stufen der komunikativen Kompetenz ableiten; diese gilt somit als allgemeine Grundkompetenz.

Gesamtkritik: Lernergebnisse und vorhandene Kompetenzen sind schwer erfassbar, soweit sie sich nicht explizit ausdrücken, trotzdem bleibt das Lernen selbst beobachtbar. Sie fordern dementsprechend eine Erweiterung des Begriffs "Medienkompetenz", der sich nicht nur an den Lernergebnissen orientiert, sondern den Aneignungskontext stärker berücksichtig (siehe unten).

Für den Praxisteil greifen sie zum einen auf ein klassiches Experten-Novizen-Konstellation sowie auf situatives Lernen (Fernsehen mit Mama) zurück. Nun ja.

Zitate

139 "Im Rahmen dieser Strukturanalysen bleibt der Begriff der Medienkompetenz jedoch auf Entwicklungsresultate und die Fähigkeiten des individuellen Umgangs von Subjekten mit Medienangeboten beschränkt. Dieser Bereich muß durch Untersuchungen des Verlaufs von Rezeptions- (vgl.Charlton&Neumann-Braun, 1992) und kommunikativen Aneignungsprozessen von Medienangeboten ergänzt werden (vgl. Buckingham, 1993; Sutter, 2002). Die Frage, wie die Teilnahme an der Interaktionen, die den Mediengebracuh begleiten bzw. an ihn anschließen, die subjektive Verarbeitung von Medienangeboten beeinflusst, weist über den Begriff der Medienkompetenz hinaus."

139f. "

  • Der Kompetenzbereich "Medien verstehen" erfordert u.a. sprachliches, formallogisches und sozialkognitives Regelwissen zur Rekonstruktion der medialen Sinnstrukturen.
  • Der Kompetenzbereich "Medien beherrschen" erfordert u.a. die Fähigkeit zum lesen und Schreiben, Technisches Wissen, die Fähigkeit zur Bedienung von Hardware und Software.
  • Der Komeptenzbereich "Medien verwenden" erfordert u.a. alltagspsychologisches Wissen z.B. über die Möglichkeit der Selbststeuerung.
  • Der Kompetenzbereich "Medien gestalten" erfordert u.a. ästhetisches Empfinden, die Beherrschung von Gestaltungstechniken (media design), aber auch - wie das Medienverständnis - sprachliches, formallogisches und sozialkognitives Regelwissen zur Erzeugung von sinnhaften Aussagen.
  • Der Kompetenzbereich "Medien bewerten" erfordert u.a. normatives Wissen über gesellschaftliche Wertvorstellungen, aber auch sozialkognitive Denkoperationen (i.S. von Selman und Kohlberg)


Groeben

Norbert Groeben. Dimensionen der Medienkompetenz. Deskriptvie und normative Aspekte. n: Norbert Groeben, Bettina Hurrelmann (Hg.). Medienkompetenz. Vorraussetzungen, Dimensionen, Funktionen. Weinheim:Juventa, 2002:160-197

Zusammenfassung

Konzept Medienkompetenz Groeben veruscht Medienkompetenz als Begriff mittlerer Reichweite und Abstraktion zu fassen, da zu starke Fokussierung auf Teilaspekte die Übertragbarkeit gefährden und zu starke Abstraktion (Medienkompetenz als Reflexionswissen an sich für die Empirie unbrauchbar ist. Das Konzept soll nicht nur Kategorien und Unteraspekte beeinhalten, sondern auch eine prozessuale Komponente, wie sie beim Umgang mit Medien zu beobachten ist (Beispiel: Wissen, Verstehen, Beurteilen, Genießen, Handeln - Aufenanger 1996).

Dimensionen der Binnenstruktur des Konzepts

1. Medienwissen/Medienbewusstsein

  • allgemeines Wissen über Medien
  • Funktion, Rahmenbedingungen, Wirkungsweisen
  • Bewusstsein über Medien als Konstrukte, Unterscheidung Realität / Virtualität / Fiktion

2. Medienspezifische Rezeptionsmuster

  • spezifische kognitive Verarbeitungsprozesse
    • angebunden ans Medium
      • Erwarungshaltungen an das Medium
        • positiv
        • negativ

3. Medienbezogene Genussfähigkeit

  • generell schlecht untersucht
  • Möglichkeit des genussvollen Erlebens entscheidender Faktor bei Aufrechterhalung der Nediennutzung

4. Medienbezogene Kritikfähigkeit

  • Inhalt vs. Form
  • Kontextualisierung

5. Selektion und Kombination von Mediennutzung 6. (Produktive) Partizipationsmuster 7. Anschlusskommunikation

  • Austausch / Abgleich

Normative Begründungs - / Rechtfertigungsperspektive

Hier geht es um den didaktischen Anspruch der Medienpädagogik als Erziehungswissenschaften. (Überlesen, da anderes Leseinteresse).

Offene Fragen - Forschungsdesiderate

  • Normative Zielsvorstellungen überprüfen
  • Ermittlung von explizitem und implizitem Wissen in Bezug auf die Mediennutzung
  • Vorhandene Erkennstnisse übertragbar von alten auf neue Medien (Rezeption/Kritikfähigkeit)
  • Wie viel Produktionstätigkeit ist für eine erfolgreiche mediale Partizipation notwendig?
  • Ermittlung der Relevanz von Anschlusskommunikation

Zitate

171 In Bezug auf das Computer-Medium ist die Situation partiell eine andere, weil hier von Anfang an - insbesondere auch für die mit dem Instrument des Computers erreichbaren Domänen der elektronischen Kommunikation wie Unterhaltungen im weitesten Sinne (einschließlich Spiele etc.) - auch eine sehr kulturoptimistische Position als Gegenpol zur traditionell kulturpessimistischen Perspektive vorhanden war.

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